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Das Finanzpaket von SPD und CDU

Artikel von Pablo Lohfert und Valentin Scheck
Stand: 31.03.2025

BERLIN - Die Debatte um das Finanzpaket von SPD und Union hat nicht nur politische Fronten verhärtet, sondern auch juristische Auseinandersetzungen entfacht. Während Milliarden für Infrastruktur und Klimaschutz auf dem Spiel stehen, sorgen Widerstand aus Bayern und Klagen von AfD und Linken für zusätzliche Spannung. Ein politisches Tauziehen, das die Zukunft Deutschlands prägen könnte.

Letzten Dienstag wurde über das Finanzpaket von SPD und Union, eine Lockerung der Schuldenbremse für Verteidigungsausgaben und Infrastrukturinvestitionen. Dies beinhaltet ein Sondervermögen in Höhe von 500 Milliarden Euro für Infrastrukturprojekte und zusätzliche 100 Milliarden für Klimaschutzmaßnahmen, welche einer Bedingung der Grünen entsprach, deren Stimmen für die benötigte 2/3 Mehrheit genutzt wurden. Anfangs zeigte sich Bündnis 90 ablehnend, da sie bereits seit geraumer Zeit ein ähnliches Finanzpaket fordern, jedoch keinen Nutzen aus dem aktuellen Vorschlag ziehen würden. Daher wurde ihre bereits genannte Forderung von 100 Milliarden Euro für Klimaschutz in das Finanzpaket mit aufgenommen, und die Grünen stimmten zu. Auch im Bundesrat kam die nötige 2/-Mehrheit zusammen, insgesamt haben im Bundesrat 53 der insgesamt 69 Politiker für das Finanzpaket gestimmt. 46 wären nötig gewesen, die Abgeordneten der Bundesländer Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Rheinland-Pfalz enthielten sich, was im Bundesrat als ein „Nein!“ zählt. 

Jedoch klagten AfD und Linke gegen die Abstimmung eines solchen Finanzpakets. Die AfD kritisierte die fehlende Expertenanhörung im Haushaltsausschuss des Bundestages. Sie argumentieren, dass das Verfahren nicht ausreichend transparent war. Die Linke beklagte die Beanstandung des beschleunigten Gesetzgebungsverfahrens, insbesondere der geplanten Änderung am Grundgesetz. Beide Parteien haben Eilanträge beim Bundesverfassungsgericht eingereicht, um die Abstimmung über das Finanzpaket zu verzögern oder gar zu verhindern. 

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